Facharbeiten Zürich 2009
GemeindepoolHeiniger Christoph, Informatikdienste Winterthur
Umfeld
Die IDW (Informatikdienste der Stadt Winterthur) bietet den Gemeinden RZ-Dienstleistungen an. Das Angebot umfasst den Rechenzentrumsbetrieb von diversen Applikationen, wie beispielsweise die NEST-Verwaltungslösung. Mit dieser Software haben die Gemeinden die Möglichkeit, die Steuerrechnungen zu berechnen. Die IDW lässt sich bei der Betreuung dieser Verwaltungsapplikationen von externen Firmen beraten. Diese führen auch diverse Supportarbeiten aus.

Anforderungen und Ziele
Die Applikation "Gemeindepool" soll die Kommunikation unter den drei Partnern vereinfachen. Zudem sollen die Arbeitsabläufe verbessert und effizienter werden. Den Gemeinden soll die Möglichkeit geboten werden, dass sie selber in der Lage sind, Benutzer und Drucker zu erfassen. Diese Benutzer sollen später direkt mit dem Active Directory synchronisiert werden. Ein Bedürfnis der externen Firmen ist es, Wartungen zu erfassen. Die anderen Benutzer werden automatisch per Mail benachrichtigt, wenn eine Wartung erfasst wird und haben einen Überblick über sämtliche Wartungen. Ein weiteres Ziel ist die Verbesserung des Wissensaustausches. Dies soll mit einem Dokupool erreicht werden. Hier haben die Benutzer die Möglichkeit, Dokumente wie beispielsweise Benutzeranleitungen hochzuladen. Es werden sämtliche Aktionen historisiert. So hat der Administrator die Möglichkeit sämtliche Aktionen nachzuvollziehen.
Vorarbeit
Vor meiner IPA wurden die Anforderungen an die Applikation zusammen mit dem Kunden erarbeitet. Die Resultate hielt ich in einem Grobkonzept fest. Aufgrund dieser Basis wurde in einem zweiten Schritt das Detailkonzept erstellt. Im April realisierte ich die ersten Stammdatenmasken.
Beschreibung der Arbeit
Während meiner Facharbeit realisierte ich die Module Benutzerverwaltung sowie die History. Ein weiterer Bestandteil war, dass die Applikation durch ein Login geschützt wird und dass sie je nach Rolle des eingeloggten Benutzers anders reagiert. Während der Facharbeit wurde das Benutzerhandbuch um die obigen Module ergänzt. Ein wichtiger Bestandteil war auch das Testen sowie die Dokumentation der Applikation.
Die Benutzerverwaltung bietet eine Übersichtsmaske, in welcher der Benutzer eine komfortable Auflistung sämtlicher User erhält. Der Benutzer hat hier die Möglichkeit zu suchen und die Datensätze anhand von Filtern einzuschränken. Das Benutzermodul bietet zudem eine Detailmaske, in welcher sämtliche Details zu einem Benutzer angezeigt werden können. Es hat auch eine Mutationsmaske. Von hier aus können Benutzer erfasst, geändert oder kopiert werden. Sämtliche Aktionen an den Benutzer werden historisiert. Die Bearbeitung der Benutzer hat auch ein Mailversand an die betroffenen Benutzer zur Folge.
Da die Applikation später im Internet verfügbar ist, muss diese natürlich durch ein Login geschützt werden. Der Benutzer wird nun anhand einer zufällig erzeugten SessionID, welcher per POST oder GET zum Server gesendet wird, authentifiziert. Die SessionID wird danach serverseitig mit der SessionID der Datenbank abgeglichen. Sofern diese übereinstimmen, verfügt der Benutzer über die Berechtigung mit der Applikation zu arbeiten. Ist dies nicht der Fall, wird er auf die Loginmaske umgeleitet. Ein weiterer Bestandteil war das Rollenkonzept. Die Applikation soll je nach Rolle des eingeloggten Benutzers anders reagieren. Welche Rolle für welche Seiten berechtigt ist, kann in der Datenbank definiert werden.
Im Historymodul kann der Administrator sämtliche Mutationen anschauen. Auch hier stehen ihm eine komfortable Übersichts- und Detailmaske zur Verfügung, welche ein effizientes Arbeiten ermöglichen.
Nachdem die Realisierung abgeschlossen war, musste die Applikation getestet werden. Dazu erstellte ich ein Testprotokoll und führte die Tests durch. Falls ein Resultat nicht dem Soll-Resultat entsprach, führte ich entsprechende Massnahmen durch und wiederholte den Test. Nach dem Testen musste noch das Benutzerhandbuch ergänzt werden. Hier versuchte ich mich in den Benutzer hineinzuversetzen, um ein möglichst anwenderfreundliches Benutzerhandbuch zu erstellen. Zu guter Letzt dokumentierte ich noch die Applikation selber.
Fazit
Mit dem Resultat der Facharbeit bin ich zufrieden, da ich sämtliche geplanten Arbeiten trotz des straffen Zeitplans ausführen konnte. Am zweitletzten Tag hatte ich ein Problem mit meinem Worddokument, was mich fast einen halben Tag kostete. Dies führte dazu, dass mein Dokument an gewissen Orten kleine sprachliche Mängel aufweist. Gesamthaft gesehen, bin ich aber dennoch zufrieden, da ich trotz dieses Problems zeitgerecht abgeben konnte.